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Cottatherm-Frühbeetelemente
Dokumentation

1. Allgemeines

Licht, Wärme, Wasser, Nährstoffe – sind wesentliche zusammenhängende Faktoren für das Pflanzenwachstum. Häufig ist das Zusammenwirken dieser Faktoren nicht in optimaler Weise gegeben. Frühbeeten fehlt es an einem ausgeglichenen Innenklima - tags zu warm, nachts zu kalt,
das richtige Verhältnis von Luftfeuchte u. Lufttemperatur ist nicht gegeben. Cottatherm – Elemente schaffen hier auf einfache Art und Weise Abhilfe. Neuartige, im Frühbeet platzierte, Speicherelemente mit großem Speichervermögen sorgen für:

• den Abbau von extremen Temperaturbelastungen
   an den Pflanzen und im Frühbeetinnenraum
• ein ausgeglichenes Mikroklima, einschließlich
   ausgeglichenem Feuchtehaushalt
• die Verkürzung von Wachstumszeiten
• die Vorbeugung von Pflanzenerkrankungen

Das Cottatherm – Element, eine Art Wärmebatterie, wird bei hoher Sonnenstrahlung aufgeladen und gibt bei ausbleibender Strahlung, z.B. bei kalten Nachtstunden seine Wärme an die Pflanze ab.

2. Aufbau und Funktionsweise

2.1. Aufbau
Das Cottatherm – Element ist ein Hohlkörper aus feuchtigkeitsabsorbierender Keramik, deren Innenflächen glasiert, d.h. feuchtigkeitsundurchlässig sind. In den Hohlkörpern ist ein Speichermaterial eingebracht.

2.2. Funktionsweise
a) Wärmeeintrag
Das Cottatherm – Element nimmt Wärme aus der Umgebung durch
Strahlungsaustausch bzw. konvektiven Wärmeaustausch über die Oberfläche auf und leitet diese in das Innere, den mit hochspeicherndem Material gefüllten Hohlraum. Spezielle Additive im Speichermaterial sorgen für eine gute Wärmeleitung. Der Strahlungsaustausch zwischen Pflanze und dem Cottatherm – Element folgt den allgemeinen Gesetzen des Strahlungsaustausches von Körpern. Ein hoher Absorbtionskoeffizient der Cottatherm – Element - Oberfläche wird durch entsprechende Struktur und Farbe ( dunkel, matt ) erreicht. Gleichermaßen sorgt ein akzeptabler Kompromiss zwischen Design und möglichst großer aufnehmender / abgebender Strahlungsfläche des Cottatherm – Elementes für den
Austausch notwendiger Energien. Durch entsprechende Anzahl von Cottatherm – Elementen, günstiger Strahlungswinkeln zur Einstrahlquelle und Pflanze wird garantiert, dass der gesamte Pflanzbestand in die Nutzung der Cottatherm – Elemente einbezogen wird.

b) Wärmespeicherung
Das Speichermaterial nimmt die Wärme auf und schmilzt, hierbei werden große Energiemengen in kleine Speichermassen eingebracht.



Das Bild zeigt den Vergleich zu anderen Speichermaterialien. So wird gegenüber bekannten Steinspeichern nur 1/10 des Gewichts benötigt. Entsprechend gering ist der Raumbedarf.
Spezielle Mechanismen und Strukturen sorgen dafür, dass kein flüssiges Speicher- Material austritt. ( Eingeschlossen in Polymermatrixen und Saugstrukturen von Trägermaterialien )
Das Schmelzen erfolgt bei annähernd konstanten Temperaturen, Das garantiert eine harmonische Temperaturtransformation der Strahlungsenergie auf das Schmelztemperaturniveau- Überhitzungen werden ausgeschlossen.

b) Wärmeaustrag
Beim Ausbleiben der einwirken Strahlungs-/ Konvektionsquelle (z.B. keine Sonne mehr) kühlen sich die Pflanze und die Umgebung schnell, das Cottatherm – Element sehr langsam ab. Die eingespeicherten großen Energiemengen stehen nun für den Wärmeaustrag zur Verfügung. Diese Energiemengen werden bei der Erstarrung/ Kristallisation des
Speichermaterials frei. Das Cottatherm – Element gibt seine Wärme zurück an die Pflanze, vorzugsweise durch Strahlung.

c) Grundlagen der Latentwärmespeicherung
• Latentwärmespeicher nutzen die Wärmemengen, die beim Wechsel des Aggregatzustandes (Phasenwechsel) von Stoffen auftreten.
• Beim Wechsel vom festen zum flüssigen Aggregatzustand - dem Schmelzprozeß - wird Wärme benötigt, um die Kristallstrukturen des
festen Körpers aufzulösen.
• Beim umgekehrten Prozeß der Umwandlung vom flüssigen in den festen Aggregatzustand - dem Erstarrungsprozeß - bilden sich erneut Kristallstrukturen für den festen Körper heraus - Wärme wird frei, die sogenannte latente Wärme.




Die Intensität dieses Wärmeaustausches wird im Wesentlichen durch die Temperatur des Cottatherm – Elementes und die Umgebungstemperatur bestimmt.

d) Feuchtigkeitsabsorbtion / Desorbtion
Der keramische Hohlkörper besteht aus feuchtigkeitsabsorbierendem Material. Der Feuchtigkeitstransport erfolgt selbstregelnd zwischen Cottatherm – Element und Frühbeetinnenluft.
Bei hoher thermischer Belastung verdunstet Feuchtigkeit an der Oberfläche des Cottatherm – Elementes, durch Diffusion wird weiter Feuchte nachgeliefert, mit dem Ziel, stabile Gleichgewichtszustände zu erreichen. Der Umgebung / Pflanze wird so die notwendige Feuchte zugeführt, trockene Luft und Überhitzungen vermieden.
Beim Ausbleiben der thermischen Belastung, d.h. Absinken der Lufttemperaturen kondensiert ein Teil der Feuchtigkeit, fällt aus und befeuchtet Pflanze, Cottatherm – Element und Erdreich.

Die Vorgänge Wärmetransport und Stofftransport (Feuchte) sind eng miteinander gekoppelt und wesentlich bestimmt durch die Temperaturverhältnisse / Strahlungs-Verhältnisse, sowie den technischen Parametern des Speichermaterials und des Hohlkörpers.( Kapazität, Porosität, Wärmeleitfähigkeit, Diffusionswiderstand etc.)

Ab dem 1. März 2006 steht für Cottatherm eine eigene Website zur Verfügung.